Kommentar zu unserer Umfragekritik

Offenbar betreffend unsere Umfragekritik (allerdings zu diesem vollkommen anderen Posting) erreichte uns ein Kommentar von PGR Albert Mayer, den ich hier zitieren möchte:

Leider sind dem Joachim einige Fehler passiert .
1. War ich selbst mit der Umfrage bei ihm und habe die drei Fragebögen
den Sohn Deiner Frau übergeben.
2. Wurden die wahlberechtigten Bürger der Pfarre gebeten , ihre Stimme im Pfarrhof abzugeben oder die Stimme
den überbringenden Pfarrgemeinderat od. Pfarrgemeinderätin mitzugeben.
3. Behauptungen in Richtung , wir hätten die Leute zu einer Entscheidung
gedrängt sind so lächerlich ,daß ich nicht einmal darauf antworten will.
4. Wenn der Verein glaubt der Pfarrgemeindrat ist konzeptlos , sollte
er sich nicht täuschen , denn unsere Linie ist klar,wir wollen
die Pfarre Königsbrunn auch weiterhin erhalten .

Für diesen Kommentar bedanken wir uns wie für jede Anregung und möchten dazu folgendes anmerken:

1.) Ja, dem Joachim ist wirklich ein Fehler passiert. Daß ein PGR dem Sohn seiner Frau die drei Fragebögen übergeben hat (und zwar, wie ich jetzt hörte, mit den Worten: „Der Joachim weiß bescheid.“ – obwohl Joachim zu diesem Zeitpunkt außer von der Existenz der Umfrage noch gar nicht bescheid wußte), war ihm bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Deshalb entschuldigt sich der Joachim für diesen „Fehler“, der hiemit korrigiert sei.

2.) Es wurden „die wahlberechtigten Bürger der Pfarre gebeten, ihre Stimme im Pfarrhof abzugeben oder die Stimme den überbringenden Pfarrgemeinderat od. Pfarrgemeinderätin mitzugeben„. Gebeten von wem? Wann? Stehen tut das nirgends, zumindest habe ich nichts dergleichen gefunden, und man würde doch meinen, daß eine Abgabestelle und eine Abgabefrist auf einer solchen Umfrage angegeben sein sollte. Daß dem nicht so ist, ist, wenn auch gravierend genug, doch wohl noch einer der weniger gravierenden Mängel dieser Umfrage.

3.) Wie sich Punkt 2 des Kommentars „oder die Stimme den überbringenden Pfarrgemeinderat od. Pfarrgemeinderätin mitzugeben.“ zu den in Punkt 3 erwähnten „Behauptungen in Richtung , wir hätten die Leute zu einer Entscheidung gedrängt“ verhält, mag jeder selbst entscheiden. Ich habe mir diese „Behauptung“ jedenfalls nicht aus der Nase gesogen, und allein die Möglichkeit der Einflußnahme durch diese äußerst fragwürdige Form der Umfrage reicht ja eigentlich schon aus, um deren Ergebnis zumindest zu relativieren.

4.) Wir würden uns ja gerne täuschen und glauben, daß der PGR ein Konzept hat, das scheint aber geheim zu sein, denn bis auf „Verbauen“ hat man noch nicht viel gehört. Die „Pfarre erhalten“ ist keine Linie, das ist ein Ziel, ein Endpunkt, und unser Verein hat dasselbe Ziel. Eine Linie ist die Art oder der Weg, wie man zu einem Endpunkt kommt. Aber ein Ziel ohne Konzept ist wie ein Zug ohne Lokführer: er bewegt sich entweder nicht vom Fleck, oder er rast ungebremst in eine vage Zukunft (wenn man mal von SiFa und Indusi absieht ;-).

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Informationsveranstaltung 22. Oktober 2014 (Teil 4) – Pacht durch Verein

Prinzipiell wurde das Konzept des Vereins mit Erhaltung, Pflege und Öffnung des Pfarrgartens von vielen für gut befunden, es stand aber offenbar die Befürchtung im Raum, daß der Verein zur Pflege des Gartens auch Mitbürger „zwangsrekrutieren“ werde. Das ist natürlich nicht vorgesehen. Es wird natürlich jeder, der mitgestalten möchte, gerne im Verein gesehen werden, aber der Verein hat keineswegs vor, die Mitbürger damit zu belästigen. Außerdem werden wir sicher die eine oder andere Arbeit an die im Ort ansässigen professionelle Gartengestalter (Fr. Wallensteiner und Fr. Marion Nagl) vergeben, dann bleibt auch dieses Geld im Ort.

Nachdem es zuerst einen Einwurf gab, warum sich denn der von uns angebotene Pachtzins ab dem 5. Jahr reduziere, wurde doch erkannt, daß der Anfangszins von Euro 4.800,- für ca 4.000 m² ein stattlicher Betrag ist. Immerhin beträgt derzeit der durchschnittliche Jahrespachtzins pro Hektar (!!!) Grünland etwa Euro 400,-. Bei 4.800,- für 0,4 Hektar ist das ein Zins von Euro 12.000,- / Hektar – also das 30fache!

Es wurde auch angemerkt, daß es keine Garantien gäbe, daß unser Verein die Pacht über Jahre aufrechterhalten könne. Dazu ist anzumerken, daß es auch für das Verbauungsmodell keine Garantien gibt. Auch Bauträger oder Wohnbaugenossenschaften sind vor Konkursen nicht gefeit. Man sollte sich aber einmal die Rechtsfolgen für die Pfarre überlegen: erstens fallen die Einnahmen aus dem Baurecht weg, zweitens fällt gegebenenfalls der Grund samt Gebäuden und Mietern an die Pfarre! Im Vergleich dazu wären die Folgen eines Ausfalls der Pacht des Vereins weitaus weniger gravierend: die Verfügungsgewalt über den – unverbauten!! – Pfarrgartengrund fiele lediglich wieder an die Pfarre zurück.

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Informationsveranstaltung 22. Oktober 2014 (Teil 3) – Umfrage

Kritische Stimmen wurden insbesondere zur Form der Umfrage des Pfarrgemeinderates laut. Hier nochmals ein Faksimile dieser Umfrage:

Umfrage des PGR

Umfrage des PGR

Rein formal handelt es sich weder um eine geheime noch um eine personalisierte Abstimmung. Die Umfragen wurden zumeist von Mitgliedern des PGR überbracht und auch offen, also nicht einmal in einem Umschlag, wieder abgeholt (nach der Informationsveranstaltung wurde uns bekannt, daß Mitbürger teilweise gedrängt wurden, ihr Kreuzerl ohne Bedenkzeit sofort zu machen, direkt vor dem überbringenden PGR – das kann man nur als empörend bezeichnen!). Deshalb wurde auch die Gefahr einer entsprechenden persönlichen Einflußnahme angesprochen, die allerdings schwer von der Hand zu weisen ist. Es ist auch nirgends angegeben, wie lange die Umfrage läuft und wo die Bögen abzugeben sind (bei uns hat übrigens kein Mitglied des PGR persönlich vorgesprochen).

Auch inhaltlich hat diese Umfrage großen Interpretationsspielraum. Die Formulierung der Frage war alles andere als klar (wir wurden vor einigen Tagen sogar von einem Mitbürger gefragt, worum es denn hier gehe?). Es wurde ein Bauprojekt mit 15 Wohnungen angesprochen, ohne irgendwelche Details dazu zu bringen; was mit den erwähnten 5 betreuten Wohnungen gemeint ist, ist ohnehin nicht klar, und es ist fraglich, ob sie den Anforderungen des Landes NÖ für „betreutes Wohnen“ (s. diesen Link) genügen. Alles in allem also eine Abstimmung zu einem quasi ungelegten Ei. Daß es Alter­nativen gibt (das Angebot unseres Vereins) wurde mit keinem Wort erwähnt. (P)GR Mayer erledigte letzteren Einwand mit den Worten, das stünde ja ohnehin auf unserer Homepage. Dazu ist zu sagen, daß auf der Umfrage auch unser Verein und unsere Homepage nicht erwähnt wird – zudem steht nicht jedem Bürger ein Internet zur Verfügung. Eine Kritik eines Bürgers an der Form der Umfrage wurde von (P)GR Mayer mit einem harschen „Willst Du uns sagen, wie wir unsre Umfrage ma­chen?“ abgeschmettert.

Die Vordatierung (die Umfrage ist datiert vom 26.8.2014 und berichtet über eine Sitzung vom 28.8.2014) und das Verschwimmen der Grenzen von“Pfarrgemeinderat“ und „Gemeinderat“ in ei­nem Satz fällt im Vergleich zur formalen und inhaltlichen Fragwürdigkeit gar nicht mehr ins Gewicht. Zurecht entstand der Eindruck, daß von einer demokratiekon­formen Meinungserhebung nicht die Rede sein kann.

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Informationsveranstaltung 22. Oktober 2014 (Teil 2)

Nach Begrüßung durch die Vereinsgründer ließen diese die letzten anderthalb Jahre Revue passieren und informierten die Anwesenden, was in der Angelegenheit bisher alles geschehen oder nicht geschehen ist.

Es wurde nochmals unser Konzept und das Angebot unseres Vereines angesprochen und unsere sanfte, gemeinnützige Alternative mit einer Verbauung verglichen.

Vom Pfarrgemeinderat war als einziger (P)GR Albert Mayer anwesend. Er brachte aber quasi eine Botschaft vom PGR mit, der prinzipiell das Engagement unseres Vereins schätze. Weiters habe der PGR mittler­weile auch den Glockenstuhl um € 12.000,- erneuert. Es sei aber nun festgestellt worden, daß das Kirchendach in weitaus desolater sei als angenommen.

Angesprochen auf Reaktionen seitens der Erzdiözese Wien erwähnte (P)GR Mayer deren Zusage, daß Erträge aus der Nutzung des Pfarrgartens in der Pfarre verbleiben. Diese Zusage sei andert­halb-, zwei Jahre alt. Es entstand der (vielleicht zutreffende ?) Eindruck, daß seither keine Kontakt­aufnahme mit der Diözese stattgefunden hat, und das obwohl bei der Arbeitsgruppensitzung am 15.1.2014 besprochen wurde, daß der PGR dort nochmals konkrete Anliegen betreffend Unterstüt­zung vorbringen möge.

Die Kosten für die Sanierung des Pfarrhofes belaufen sich lt. Aussagen von (P)GR Mayer auf etwa 150.000,- €. Es gibt aber kein Konzept zur weiteren Nutzung des Pfarrhofes. Das Obergeschoß ist derzeit noch vermie­tet, kann aber jederzeit bestandsfrei gestellt werden.

Von (P)GR Mayer wurde als mögliche Einnahme aus Vergabe des Baurechts an einen Bauträger € 800,- pro Monat genannt, mit einer Wertsicherung von 5 %, es sei aber noch kein schriftliches An­gebot vorhanden, und nach Vorliegen werden beide Angebote (Bauträger und Pfarrgartenfreunde) miteinander verglichen.

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Informationsveranstaltung 22. Oktober 2014 (Teil 1)

Wir möchten uns bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern bedanken, die sich Zeit genommen und an unserer gestrigen Informationsveranstaltung teilgenommen haben.

Besonderer Dank gilt Herrn Pfarrgemeinderat und Gemeinderat Albert Mayer, der auch einen Diensttausch in Kauf genommen hat, um an unserer Veranstaltung teilzunehmen und damit als einziges Mitglied des Pfarrgemeinderates anwesend zu sein.

Einen detaillierteren Rückblick werden wir in den nächsten Tagen nach Maßgabe der Aufarbeitung unserer Protokolle hier veröffentlichen.

 

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Auch Kurier berichtet

Auch der Kurier hat am 15.10.2o14 über den Pfarrgarten Königsbrunn und die Informationsveranstaltung am 22.10.2014 im Gasthaus Mann berichtet:

Bericht Kurier 15.10.2014

Bericht Kurier 15.10.2014

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Informationsveranstaltung am Mittwoch, 22. Oktober 2014, 19:00 im Gasthaus Mann, Königsbrunn/Wagram

Werte Bürgerin! Werter Bürger!

Wir laden Sie herzlichst ein zur

Informationsveranstaltung des gemeinnützigen Vereins
„Pfarrgartenfreunde Königsbrunn am Wagram“

Wann: Mittwoch, 22. Oktober 2014 um 19:00 Uhr
Wo: Gasthaus Mann, Königsbrunn/Wagram

Die Pfarre Königsbrunn am Wagram ist, wie aus Berichten von lokalen Medien bekannt, in finanziellen Schwierigkeiten und plant die Vergabe des Pfarrgartens auf Baurechtsbasis an einen Bauträger. Die aus Mitgliedern des Pfarrgemeinderats und engagierten Bürgerinnen und Bürgern bestehende Arbeitsgruppe, die sich mit den Möglichkeiten von hzusätzlichen Einnahmen aus der Nutzung z. B. des Pfarrgartens beschäftigen sollte, hat insgesamt zweimal getagt und auch Alternativkonzepte zu einer Verbauung vorgelegt.

Der Pfarrgemeinderat hat nun eine Umfrage gestartet, in der er die Bevölkerung um Zustimmung zur Verbauung des Pfarrgartens bittet.

Wußten Sie, daß es auch noch andere konkrete Vorschläge gibt?

In unserer Informationsveranstaltung können Sie sich ein klareres Bild von der aktuellen Situation machen!

Themen des Abends:

  • Ziele unseres Vereins
  • Angebot unseres Vereins an den Pfarrgemeinderat
  • Umfrage des Pfarrgemeinderats betreffend die Verbauung des Pfarrgartens
  • Warum es keine gute Idee ist, den Pfarrgarten zu verbeuan
  • Duskussion zu Fragen und Andregungen zum Thema Pfarrgebäude und Pfarrgarten
  • Verlosung einer Obstbaumpatenschaft

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Dr. Günther Stadlbauer                               Joachim Rogginer
Vereinsgründer

Hier die Einladung mit dem vollständigen Text zum Download: Einladung Infoabend 22.10.2014

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Umfrage des Pfarrgemeinderates / Infoveranstaltung am 22.10.2014

Von Pfarrgemeinderat Albert Mayer erreicht mich soeben (04.10.2014,09:04) folgende Nachricht, deren Veröffentlichung er vorschlägt:

“ …
1 . Versuch  einen Handysender am Kirchturm anzubringen scheiterte leider mangels  Interesse  von Telekom  u. anderen Anbietern
2.  Wurde beschlossen eine Umfrage in der Bevölkerung über der Pfarrgarten durchzuführen.
3. Diese Umfrage  ist momentan im laufen und sollte bindend sein.
4. Beim Übergehen des Kirchendach wurde leider festgestellt, dass der  Zustand der Dachziegel schlechter ist als angenommen, Erneuerung  bald notwendig
5.Die Erneuerung der el. Anlage und Sanierung der Glocken betrug 12 000 Euro.
…….
Leider ist unser  Rahmen in Richtung Finanzen schon fast ausgeschöpft“

Mit dieser Umfrage über die Nutzung des Pfarrgartens wurde vor einigen Tagen begonnen. Hier der Text im originalen Wortlaut: Weiterlesen

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Angebot der Pfarrgartenfreunde offengelegt

Der Verein Pfarrgartenfreunde Königsbrunn veröffentlicht hier den Wortlaut seines Angebotes an die Pfarre Königsbrunn:

Mit dem Ziel

  • der Erhaltung des an die Kirche von Königsbrunn angrenzenden Ensembles aus Pfarrhof und Pfarrgarten,

  • der Unterstützung des PGR bei der Abstimmung eines langfristigen Konzeptes mit Diözese und Gemeinde,

  • der Unterstützung des PGR bei der Umsetzung der Massnahmen zur Aufwertung des Ortes für Bewohner und Besucher

Weiterlesen

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Vereinsgründung „Pfarrgartenfreunde Königsbrunn am Wagram“ – Arbeitsgruppensitzung am 16.07.2014

Wir haben Anfang Juli den gemeinnützigen Verein „Pfarrgartenfreunde Königsbrunn am Wagram“ gegründet, der sich

  • die Erhaltung des Pfarrgartens Königsbrunn am Wagram als Grünfläche und damit die Erhaltung eines wesentlichen Teils des Ortsbilds, das zur Attraktivität des Ortes als Naherholungsziel beiträgt und somit ein nicht unwichtiger Faktor für das ansässige Gewerbe ist;
  • die Gestaltung und Öffnung des Pfarrgartens als Ort der Begegnung für Einwohner und Besucher;
  • die Belebung des kulturellen und gesellschaftlichen Dorflebens, wobei der Pfarrgarten einer der Mittel- und Treffpunkte sein soll und
  • die Unterstützung des Pfarrgemeinderates im Zusammenhang mit den an den Pfarrgarten angrenzenden Gebäuden

zur Aufgabe gesetzt hat. Weiterlesen

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