„Umfrage“ betreutes Wohnen im Pfarrgarten Königsbrunn

Diese „Umfrage betreutes Wohnen im Pfarrgarten Königsbrunn“ erreichte soeben unseren Postkasten. Man lasse sich diesen Satz, der wie eine schlecht verhohlene Drohung anmutet, auf der Zunge zergehen:

„Sollten wir zu wenig Unterschriften zusammenkommen, werden wir einen, in alle Richtungen offenen Wohnblock bauen.“

Ist das ein Freud’scher Verschreiber?
„Sollten wir zu wenig Unterschriften zusammenkommen …“.
Folgendes Szenario wäre semantisch von diesem Wortlaut durchaus gedeckt: Wir (PGR) suchen uns jetzt drei Unterschriften, definieren die als „zu wenig“ und kommen zu diesen drei Unterschriften zusammen, treffen uns also bei diesen Unterschriften. Grotesk, der Gedankengang? Klar, geht ja nicht anders, der ganze Schrieb ist grotesk. Denn für den 20. Mai 2016 wurden vor zwei, drei Tagen die GemeinderätInnen von Königsbrunn am Wagram eingeladen, über das „Projekt Betreutes Wohnen“ zu diskutieren. Und mit diesem Wisch wird dieses Projekt schon wieder relativiert, bevor es noch diskutiert wurde. Oder in jagdlichen Metaphern (um die Absurdität augenfälliger zu machen): Wir lassen mal über des Bären Haut diskutieren; könnte aber sein, daß wir dann Hasen jagen (wenn zu wenig Bären unterschrieben haben).

 

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