Artikel in der „Vernetzung“ Frühjahr 2015: Ist’s er?

Pfarrgartennutzung

Pfarrgartennutzung

Wer kann sich noch erinnern an das Ergebnis der „Umfrage“ des Pfarrgemeinderates? Niemand? Damit scheint man zu spekulieren, denn aus den ursprünglichen 84,4 % „für die Nutzung“ und 15,6 % „gegen die Nutzung“ (laut den eigene Angaben des Pfarrgemeinderates, wohlgemerkt!) sind in nebenstehendem Artikel (Vernetzung Frühjahr 2015) plötzlich 86 und 14 % geworden. Ist dieses Wachstum des Anteils der Verbauungsbefürworter das Ergebnis einer Rundung? Einer kaufmännischen etwa? Dann ist es kein Wunder, wenn man bankrott geht. Oder ist’s er, der nahende Frühling, der diese Quote hat wachsen lassen?

Und wer kann sich noch erinnern an die Formulierung in dem Ergebnis der „Umfrage“? Niemand? Auch damit scheint man zu spekulieren, denn laut dem zitierten Bericht in der „Vernetzung“ sprachen sich „86 Prozent der abgegebenen Stimmen… für eine gute Nutzung des Pfarrgartens aus, 14 Prozent waren dagegen“.

Um dem Gedächtnis etwas nachzuhelfen, kann man sich hier nochmals vom ursprünglich kommunizierten Ergebnis überzeugen: ErgebnisUmfragefarce

Das Ganze könnte eine Miniatur von Eric Blair – besser bekannt als George Orwell – sein:
Zuerst wird in einer „Umfrage“ ein Aufgeben des Pfarrgartens durch Verbauung als einzige Möglichkeit der Nutzung propagiert; das Angebot unseres Vereines wird mit keinem Wort erwähnt.
Dann wird den ursprünglich gegen die Verbauung stimmenden 15,6 % unterstellt, daß sie mit der Abgabe ihres Votums gegen eine Nutzung des Pfarrgartens gestimmt hätten.
Dann wachsen die Abstimmungsergebnisse pro Verbauung schleichend (naturgemäß schrumpfen jene contra Verbauung, wenigstens das ist schlüssig) – und die Unglaubwürdigkeit jener, die solche Information verbreiten, wächst mit.
Und zu guter letzt werden aus den Verbauungsgegnern, die zuerst Gegner einer Nutzung waren, plötzlich Gegner einer „guten Nutzung“ – d. h. die wollen eine schlechte Nutzung, das sind nämlich ganz schlechte Leute. Und was eine gute Nutzung ist, bestimmt natürlich ausschließlich: eh schon wissen. Nulla salus extra etc….

Daß dies alles gar nicht weiter verwundert ist wohl dem Faktum geschuldet, daß der Boden der Tatsachen offenbar ein rutschiges Pflaster für die Verantwortlichen ist. Man könnte die Art der Darstellung auch als Frechheit bezeichnen. Es gehört aber ein gewisses Maß an Überraschung dazu, um etwas als Frechheit zu empfinden. Überraschend ist in diesere Angelegenheit allerdings gar nichts mehr.

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