Informationsveranstaltung 22. Oktober 2014 (Teil 4) – Pacht durch Verein

Prinzipiell wurde das Konzept des Vereins mit Erhaltung, Pflege und Öffnung des Pfarrgartens von vielen für gut befunden, es stand aber offenbar die Befürchtung im Raum, daß der Verein zur Pflege des Gartens auch Mitbürger „zwangsrekrutieren“ werde. Das ist natürlich nicht vorgesehen. Es wird natürlich jeder, der mitgestalten möchte, gerne im Verein gesehen werden, aber der Verein hat keineswegs vor, die Mitbürger damit zu belästigen. Außerdem werden wir sicher die eine oder andere Arbeit an die im Ort ansässigen professionelle Gartengestalter (Fr. Wallensteiner und Fr. Marion Nagl) vergeben, dann bleibt auch dieses Geld im Ort.

Nachdem es zuerst einen Einwurf gab, warum sich denn der von uns angebotene Pachtzins ab dem 5. Jahr reduziere, wurde doch erkannt, daß der Anfangszins von Euro 4.800,- für ca 4.000 m² ein stattlicher Betrag ist. Immerhin beträgt derzeit der durchschnittliche Jahrespachtzins pro Hektar (!!!) Grünland etwa Euro 400,-. Bei 4.800,- für 0,4 Hektar ist das ein Zins von Euro 12.000,- / Hektar – also das 30fache!

Es wurde auch angemerkt, daß es keine Garantien gäbe, daß unser Verein die Pacht über Jahre aufrechterhalten könne. Dazu ist anzumerken, daß es auch für das Verbauungsmodell keine Garantien gibt. Auch Bauträger oder Wohnbaugenossenschaften sind vor Konkursen nicht gefeit. Man sollte sich aber einmal die Rechtsfolgen für die Pfarre überlegen: erstens fallen die Einnahmen aus dem Baurecht weg, zweitens fällt gegebenenfalls der Grund samt Gebäuden und Mietern an die Pfarre! Im Vergleich dazu wären die Folgen eines Ausfalls der Pacht des Vereins weitaus weniger gravierend: die Verfügungsgewalt über den – unverbauten!! – Pfarrgartengrund fiele lediglich wieder an die Pfarre zurück.

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